Auch nach seiner Verurteilung wird der Inzest-Täter vom Amsdetten nicht von der Bildfläche verschwinden.
Wie verschiedene Medien berichten, wird es sehr wahrscheinlich ein Interview mit Josef Fritzl geben. Wie im britischen Guardian zu lesen ist, verhandelt die in Wien ansässige Nachrichtenagentur CEN mit den Anwälten Fritzls über ein Interview, das er nach Abschluss des Gerichtsverfahrens im Gefängnis geben soll. Im Gespräch sei eine Summe im sechsstelligen Bereich, so Agenturchef Michael Leidig. Dabei solle der Interview-Erlös direkt Fritzls Tochter zu Gute kommen und helfen, ihr ein neues Leben aufzubauen.
Ob sich die Entrüstung seitens des TV-Publikums angesichts solch einer finanziellen Lösung in Grenzen hält, muss sich noch zeigen. Gespannt darf man sein, wie der Interviewer dem Gewalttäter Josef Fritzl begegnet. Wobei man die Aktivitäten des Journalisten Michael Leidig nicht allzu unkritisch verfolgen sollte. Dieser war schon im Fall Natascha Kampusch aktiv geworden, allerdings durfte sein Buch „Girl in the Cellar – The Natascha Kampusch Story“ aufgrund mehrerer Ungereimtheiten im deutschsprachigen Raum nicht erscheinen, mehr dazu hier.
Weitere Berichte zum Thema finden sich auf faz.net und sueddeutsche.de.
Autor: Jakob Buhre
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Besondere Begebenheiten (57) Gute Fragen, Schlechte Fragen (7) Autorisierung & Co (10) Interview-Bücher (9) In eigener Sache (39)
Welt Online 01.04.
Berliner Zeitung 31.03.
Der Tagesspiegel 31.03.
jetzt.de 29.03.
Die Zeit 29.03.
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