07. Februar 2003
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Schauspieler Jackie Chan über seinen Film "Traces of the Dragon", den er auf der Berlinale vorstellte

© Berlinale
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Mr. Chan, für welches Publikum, ist Ihr neuer Film "Traces of the Dragon" bestimmt, in dem Sie Ihre Herkunft und Familiengeschichte erforschen?
Chan: Ich habe diesen Film für mich gemacht und für meine Familie, meine alte Familie. Wir haben in China diese Tradition eines großen Familienbuches, aber ich dachte mir, im 21. Jahrhundert könnte man einen Familienfilm, ein Video drehen. Der Film war also zuerst gar nicht für das Kino gedacht, sondern nur für meine Familie, damit ich meinen Kindern etwas zeigen kann. Aber jetzt ist es nicht nur ein Film über die Familie von Jackie Chan, er handelt auch von der chinesischen Kommunikation und der chinesischen Kultur.
Wie war Ihr Gefühl dabei?
Chan: Ich war sehr überrascht, auch als ich herausfand, dass mein Familienname ursprünglich gar nicht "Chan" ist. Ich habe außerdem eine neue Schwester gefunden, einen neuen Bruder und ich weiß nicht, was noch kommt. Das zeigt auch, wie schleppend die chinesische Revolution vorangeht.
Haben Sie früher nie geahnt, dass Sie vielleicht noch weitere Geschwister haben könnten ?
Chan: Ich habe schon immer das Gefühl gehabt, dass mein Vater in bezug auf die Familie etwas eigenartig war, Vater immer etwas Eigenartiges hatte. Irgendwann hatte ich einen Brief in der Hand, adressiert an meinen Vater und da stand drauf "An meinen lieben Vater". Den Brief hatte ich nicht geschrieben, aber wer dann? Mein Vater hat aber gesagt, kümmere dich nicht darum, das ist nicht deine Angelegenheit.
Was wollen Sie den Menschen, auch Ihrem jungen Publikum mit "Traces of the Dragon" mitteilen?
Chan: Dass meine Geschichte eine von vielen chinesischen Familiengeschichten ist. Sehr oft wurden Familien auseinander gerissen durch Krieg, durch Verfolgung und die Kulturrevolution haben können. Auch heute passieren diese tragischen Dinge auf der Welt, worauf ich mit dem Film ein wenig aufmerksam mache.
Hollywood hat Ihnen schon mehrmals den Regiestuhl angeboten. Sie haben das Angebot abgelehnt, warum?
Chan: Wenn ich Regie führe, dann kann ein Film schon mal drei Jahre dauern, mindestens ein Jahr. Und ich bin schon ein alter Regisseur, ich suche mir lieber junge Regisseure. Hollywood hat ein gutes System, das ja auch nicht die Regisseure, sondern die großen Studios steuern. Aber damit ich einen asiatischen Film machen kann, der mich glücklich macht, muss ich nach Asien gehen. Und dann habe ich überall ein sehr unterschiedliches Publikum. Viele kennen mich nur als Action-Jackie und andere kennen mich nur aus Filmen im asiatischen Stil. Darauf muss man auch Acht geben.
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» Wenn Dieter Bohlen den bösen und strengen Juror geben will, dann ist das sein gutes Recht, der Erfolg scheint ihm ja Recht zu geben.«
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